Rynek Underground in Krakau: Der genaue Besichtigungsplan
90 Minuten sollten Sie für das Rynek Underground in Krakau einplanen. Das Museum liegt rund vier Meter unter dem Hauptmarkt und führt auf mehr als 4.000 Quadratmetern durch die mittelalterliche Handelsgeschichte der Stadt.

Der Besuch ist kein kurzer Abstecher zwischen Marienkirche und Tuchhallen. Dafür ist die Ausstellung zu umfangreich und der Zugang zu speziell organisiert.
Das Museum befindet sich direkt unter dem Rynek Główny. Der Rundgang folgt archäologischen Grabungen, freigelegten Fundamenten, historischen Handelsständen und multimedialen Stationen. Wer Tickets, Eingang und Zeitfenster vorab richtig einordnet, spart vor Ort Wege und vermeidet einen Besuch unter Zeitdruck.
Logistik vor Ort: Ticketkauf und der richtige Eingang
Das Rynek Underground liegt an der Adresse Rynek Główny 1. Der Zugang befindet sich an den Tuchhallen, also mitten auf dem Krakauer Hauptmarkt. Die Orientierung ist trotzdem nicht ganz intuitiv, weil Eingang und Kasse an unterschiedlichen Seiten des Gebäudes liegen.
Der Haupteingang zum unterirdischen Rundgang liegt auf der Ostseite der Tuchhallen. Diese Seite zeigt zur Marienkirche. Die Ticketkasse befindet sich dagegen auf der Westseite. Wer zuerst am Eingang wartet und erst danach ein Ticket kaufen will, muss den Platz einmal um die Tuchhallen herum queren.
Für die Planung bedeutet das:
1. Zuerst die Kassenposition prüfen. Die Kasse liegt nicht am Zugang zur Ausstellung, sondern auf der gegenüberliegenden Seite der Tuchhallen.
2. Das Ticket vor dem Zeitfenster organisieren. Der Rundgang dauert etwa 90 Minuten. Ein spontaner Kauf kurz vor Schließung bringt daher keinen praktischen Vorteil.
3. Den Weg auf dem Hauptmarkt einrechnen. Zwischen Kasse und Eingang liegt kein großer Stadtweg, aber auf dem stark frequentierten Rynek kostet die Orientierung Zeit.
4. Nicht mit einem gewöhnlichen Kellerzugang rechnen. Das Museum ist technisch als archäologischer Rundgang organisiert. Der Weg führt in den Untergrund und anschließend durch mehrere Ausstellungsbereiche.
5. Den letzten Einlass beachten. Er endet 75 Minuten vor der offiziellen Schließzeit.
Die regulären Eintrittspreise des Muzeum Krakowa liegen bei 45 PLN für Erwachsene, 35 PLN für ermäßigte Tickets und 90 PLN für ein Familienticket für maximal vier Personen. Eine Gruppenführung kostet zusätzlich 350 PLN pro Gruppe.
| Ticketart | Preis | Praktische Einordnung |
|---|---|---|
| Erwachsene | 45 PLN | Regulärer Eintritt für den vollständigen Besuch |
| Ermäßigt | 35 PLN | Für berechtigte Besucher nach den jeweiligen Museumsbedingungen |
| Familie | 90 PLN | Für maximal vier Personen |
| Gruppenführung | zusätzlich 350 PLN | Aufpreis zur Führung für eine Gruppe |
Der Kostenpunkt ist für einen einzelnen Besuch überschaubar, die Zeitplanung aber entscheidend. Der Eintritt berechtigt nicht zu einem beliebig kurzen Rundgang ohne Zeitdruck. Die Ausstellung ist auf eine chronologische und thematische Erschließung angelegt. Wer nur die ersten archäologischen Befunde ansieht, nutzt das Museum nicht vollständig.
Welche Seite der Tuchhallen ist die richtige?
Die einfachste Orientierung funktioniert über die Marienkirche. Stehen Sie auf der Seite der Tuchhallen, die der Kirche zugewandt ist, befinden Sie sich an der Seite des Haupteingangs zum unterirdischen Rundgang. Die Kasse liegt auf der gegenüberliegenden, westlichen Seite.
Diese Trennung gehört zu den häufigsten praktischen Fehlern beim Besuch des Rynek Underground. Auf dem Hauptmarkt sieht der Gebäudekomplex kompakt aus. Vor Ort sind die Funktionen jedoch verteilt. Wer bereits ein Ticket hat, geht direkt zum Eingang. Wer noch kaufen muss, orientiert sich zuerst zur Westseite.
Für Reisegruppen lohnt sich eine klare Reihenfolge: Eine Person klärt den Ticketkauf, während die übrigen Teilnehmer nicht den Eingang blockieren. Bei einer gebuchten Führung sollte die Gruppe das vereinbarte Zeitfenster gemeinsam am Zugang einhalten.
Beim Rynek Underground liegen Kasse und Eingang nicht an derselben Seite der Tuchhallen. Dieser kleine Unterschied entscheidet über einen reibungslosen Start oder unnötige Wege auf dem Rynek.
Die archäologische Zeitreise: Was Sie unter dem Marktplatz erwartet
Das heutige Museum entstand aus den umfassenden archäologischen Ausgrabungen auf dem Hauptmarkt, die 2005 begannen. Das Rynek Underground wurde am 24. September 2010 eröffnet. Die Ausstellung nutzt die Grabungsfläche nicht nur als Kulisse. Die archäologischen Befunde sind der eigentliche Inhalt des Rundgangs.
Die Besucher bewegen sich etwa vier Meter unter der Oberfläche des Marktplatzes. Dort wird sichtbar, wie sich der zentrale Handelsplatz Krakaus über Jahrhunderte verändert hat. Wege, Mauern, Verkaufsbereiche und Spuren des städtischen Lebens liegen nicht in einer isolierten Sammlung. Sie sind in die Struktur des ehemaligen Marktes eingebunden.
Die ständige Hauptausstellung trägt den Titel „Auf der Spur der europäischen Identität Krakaus“. Sie verbindet mehrere Ebenen:
- Freigelegte Mauerfundamente zeigen die baulichen Strukturen unter dem heutigen Hauptmarkt.
- Historische Handelsstände machen die wirtschaftliche Funktion des Rynek nachvollziehbar.
- Rekonstruktionen von Bestattungen erweitern den Blick über Handel und Architektur hinaus.
- Hologramme und Zeittunnel übersetzen archäologische Forschung in eine multimediale Besuchsform.
- Die Ausgrabungsfläche verknüpft originale Befunde mit erklärenden Stationen.
Der unterirdische Marktplatz in Krakau ist deshalb kein klassisches Museum mit einer Abfolge von Vitrinen. Der Raum selbst steuert den Rundgang. Die Höhe, die Bodenstruktur und die erhaltenen Elemente vermitteln, dass der heutige Hauptmarkt auf mehreren historischen Schichten steht.
Was die Ausstellung von einem kurzen Altstadtbesuch unterscheidet
Oberirdisch sehen Besucher die Tuchhallen, die Marienkirche und die Fassaden rund um den Rynek. Unter dem Platz verschiebt sich der Maßstab. Nicht einzelne repräsentative Gebäude stehen im Mittelpunkt, sondern die Infrastruktur der mittelalterlichen Stadt.
Das betrifft vor allem den Handel. Krakau war über lange Zeit ein Knotenpunkt für Waren, Reisende und politische Macht. Die Ausstellung erklärt diese Rolle über die archäologischen Spuren am Marktplatz. Der Markt erscheint nicht als freie Fläche, sondern als funktionierender Stadtraum mit Verkaufsstellen, Wegen, baulichen Grenzen und sozialen Nutzungen.
Die multimedialen Elemente haben dabei eine konkrete Aufgabe. Sie ergänzen die erhaltenen Strukturen um zeitliche Zusammenhänge, die sich aus Mauerresten allein nicht ablesen lassen. Hologramme und Zeittunnel helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht den archäologischen Rundgang.
Für Besucher mit begrenzter Zeit ergibt sich daraus eine klare Priorität: Nicht jede Medienstation gleich lange behandeln. Zuerst die originalen Befunde und die Grundstruktur der Ausstellung erfassen. Danach die multimedialen Elemente als Vertiefung nutzen. So bleibt der Rundgang auch dann sinnvoll, wenn das Zeitfenster enger ausfällt.
Zeitmanagement für den Rundgang: Die 90-Minuten-Strategie
Für eine gründliche Besichtigung werden etwa 90 Minuten empfohlen. Diese Dauer ist der zentrale Planungswert für das Rynek Underground in Krakau. Sie passt in einen halben Tag rund um den Hauptmarkt, lässt aber wenig Spielraum für verspäteten Eintritt, lange Orientierung oder einen zusätzlichen Museumsbesuch direkt im Anschluss.
Die 90 Minuten sollten nicht als starre Vorgabe für jede Person verstanden werden. Besucher mit starkem Interesse an Archäologie und Stadtgeschichte benötigen mehr Aufmerksamkeit pro Station. Wer vor allem einen Überblick sucht, kann den Rundgang schneller absolvieren. Für die Reiseplanung bleibt die Empfehlung von 1,5 Stunden jedoch die belastbare Taktung.
Ein praktikabler Ablauf
Vor dem Eintritt: 10 bis 15 Minuten Reserve
Planen Sie vor dem eigentlichen Rundgang ein separates Zeitfenster ein. Es umfasst den Weg zur richtigen Seite der Tuchhallen, den Ticketkauf und die Orientierung am Eingang.
Diese Reserve ist besonders relevant, wenn Sie kein Ticket im Voraus organisiert haben oder den kostenlosen Dienstag nutzen. Die kostenfreien Tickets für Dienstag werden nur am selben Tag direkt an der Museumskasse ausgegeben. Eine Vorabreservierung dieser kostenlosen Tickets ist nicht vorgesehen. Pro Person können maximal fünf Tickets abgeholt werden.
Im Museum: rund 90 Minuten für den vollständigen Rundgang
Die Ausstellung sollte in ihrer vorgesehenen Reihenfolge besucht werden. Dabei hilft eine einfache Priorisierung:
1. Archäologische Grundstruktur erfassen. Achten Sie zuerst auf die freigelegten Mauern, Fundamente und die Einordnung der Grabungsfläche.
2. Handelsgeschichte nachvollziehen. Die rekonstruierten Handelsstände zeigen, wie der Hauptmarkt als wirtschaftlicher Raum funktionierte.
3. Historische Übergänge lesen. Zeittunnel und weitere multimediale Elemente verbinden einzelne Befunde mit der Entwicklung Krakaus.
4. Rekonstruktionen gezielt betrachten. Die dargestellten Bestattungen erweitern das Bild vom mittelalterlichen Stadtleben.
5. Zum Schluss die Ausstellung als Ganzes einordnen. Der Titel der Hauptausstellung verweist auf Krakau als Teil einer europäischen Stadt- und Handelsgeschichte.
Die genaue Dauer einzelner Stationen ist nicht pauschal festgelegt. Deshalb sollten Sie keine enge Minutentaktung innerhalb der Ausstellung aufstellen. Der verlässliche Planungswert lautet: 90 Minuten für den Rundgang, plus Reserve für den Zugang.
Welche Kombination mit der Altstadt funktioniert?
Das Rynek Underground liegt im Zentrum der Krakauer Altstadt. Dadurch lässt es sich ohne zusätzlichen Transfer mit mehreren Sehenswürdigkeiten verbinden. Die Reihenfolge hängt davon ab, ob Sie Innenräume oder Außenbereiche priorisieren.
Eine effiziente Kombination sieht so aus:
- Vor dem Museum: Tuchhallen und Hauptmarkt von außen ansehen.
- Dann: Rynek Underground mit dem festen Zeitfenster besuchen.
- Danach: Marienkirche oder weitere Ziele entlang des Königswegs einplanen.
- Später: Kazimierz oder die Weichsel nutzen, wenn noch ein längerer Stadtweg vorgesehen ist.
Der Vorteil dieser Reihenfolge liegt in der Planbarkeit. Der Museumsbesuch ist an Öffnungszeiten und Einlassfrist gebunden. Der Hauptmarkt selbst bleibt flexibler. Außenbesichtigungen lassen sich vor oder nach dem Untergrundmuseum verschieben, ohne das gebuchte Zeitfenster zu gefährden.
Die Tuchhallen sollten Sie nicht als separaten Transferpunkt behandeln. Sie sind zugleich Orientierungspunkt, Museumseingang und Bestandteil des historischen Umfelds. Wer das Rynek Underground besucht, erhält damit zwei Perspektiven auf denselben Stadtplatz: die heutige Bebauung oberhalb und die archäologischen Schichten darunter.
Besondere Konditionen: Kostenloser Eintritt und Gruppenführungen
Der Dienstag ist der wichtigste Sonderfall bei der Budgetplanung. An diesem Tag ist der Eintritt in das Rynek Underground kostenlos. Die Öffnungszeit am Dienstag reicht von 10:00 bis 15:00 Uhr.
Das kostenlose Angebot hat eine klare Einschränkung: Die Tickets werden nur am jeweiligen Dienstag direkt an der Museumskasse ausgegeben. Sie müssen am selben Tag abgeholt werden. Pro Person gilt ein Maximum von fünf Tickets.
Für den Dienstag ergibt sich damit ein anderes Buchungsfenster als an den übrigen Öffnungstagen. Es reicht nicht, die kostenlose Option einfach in die Tagesplanung einzutragen. Der Ticketkauf an der Kasse muss zeitlich vor dem Rundgang liegen. Bei mehreren Personen sollte der Abholvorgang früh im Zeitfenster stattfinden, weil die verfügbaren Eintrittszeiten und die Öffnungsdauer begrenzt sind.
Dienstag oder regulärer Eintritt?
| Planungsaspekt | Dienstag | Übrige reguläre Öffnungstage |
|---|---|---|
| Eintritt | Kostenlos | 45 PLN Erwachsene, 35 PLN ermäßigt, 90 PLN Familie |
| Ticketkauf | Am selben Tag an der Museumskasse | Regulärer Ticketkauf nach den Museumsbedingungen |
| Öffnungszeit | 10:00 bis 15:00 Uhr | Je nach Wochentag bis 19:00 oder 20:00 Uhr |
| Flexibilität | Niedrigeres Zeitfenster | Größeres Zeitfenster |
| Planungsrisiko | Kassenbesuch und kurze Öffnungsdauer | Kostenpunkt, dafür längere Tagesplanung |
Der Dienstag reduziert den Kostenpunkt, aber nicht automatisch den Organisationsaufwand. Für Besucher mit einem engen Krakau-Programm kann ein regulärer Tag effizienter sein, weil die Ausstellung länger geöffnet bleibt.
Gruppenführung: Wann lohnt sich der Aufpreis?
Eine Gruppenführung kostet zusätzlich 350 PLN pro Gruppe. Der Betrag ist nicht mit einem individuellen Eintrittspreis gleichzusetzen, sondern fällt als Führungsgebühr an. Die regulären Tickets kommen hinzu.
Für eine Gruppe steht damit eine einfache Kostenfrage im Raum: Wie viele Personen teilen sich die Führungsgebühr, und welchen Mehrwert soll die Führung liefern? Bei einer größeren Gruppe sinkt der rechnerische Aufpreis pro Person. Bei einer kleinen Gruppe steigt er deutlich.
Die Führung passt vor allem zu Gruppen, die eine gemeinsame Einordnung der archäologischen Befunde benötigen. Sie reduziert die Notwendigkeit, einzelne Stationen selbst zu erschließen, und bündelt die Aufmerksamkeit. Für Besucher, die in eigenem Tempo lesen und die multimedialen Elemente individuell nutzen wollen, bietet der reguläre Rundgang mehr Freiheit.
Der unterirdische Marktplatz ist inhaltlich dicht. Eine Führung macht den Besuch nicht automatisch kürzer. Der Zeitgewinn liegt eher in der Auswahl und Erklärung der Inhalte. Für die Terminplanung sollten Sie daher weiterhin mit dem vollständigen Besuchsfenster rechnen.
Öffnungszeiten und Einlassfristen
Die regulären Öffnungszeiten verteilen sich nach Wochentagen:
- Montag, Mittwoch und Donnerstag: 10:00 bis 19:00 Uhr
- Freitag bis Sonntag: 10:00 bis 20:00 Uhr
- Dienstag: 10:00 bis 15:00 Uhr, kostenloser Eintritt mit Ausgabe der Tickets an der Kasse
An jedem zweiten Montag des Monats bleibt das Museum geschlossen. Damit ist nicht jeder Montag automatisch ein Öffnungstag. Dieser Punkt gehört in die Tagesplanung, wenn Sie Krakau außerhalb des Wochenendes besuchen.
Der letzte Einlass erfolgt 75 Minuten vor der Schließung. Diese Frist entspricht fast genau der empfohlenen Besichtigungsdauer von 90 Minuten, liegt aber darunter. Wer erst beim letzten möglichen Einlass eintritt, erhält also nicht dieselbe Zeit wie bei einem früheren Start.
Für die Praxis heißt das:
1. Am Montag den Kalendertag prüfen. Der zweite Montag des Monats ist geschlossen.
2. Am Dienstag den Ticketkauf vorziehen. Kostenlose Tickets gibt es nur am selben Tag an der Museumskasse.
3. An regulären Tagen nicht bis zum Schließzeitpunkt warten. Der letzte Einlass endet 75 Minuten vorher.
4. 90 Minuten Rundgang plus Anreise einplanen. Der Einlasszeitpunkt ist nicht automatisch das Ende des Besuchs.
5. Bei der Kombination mit weiteren Museen Puffer einbauen. Ein verspäteter Start verschiebt den gesamten Altstadtplan.
Der beste Tagesabschnitt
Für die Wahl des Zeitfensters gibt es keine universelle Uhrzeit. Die sinnvollste Entscheidung hängt vom restlichen Krakau-Programm ab.
Am Vormittag passt das Rynek Underground gut vor weitere Innenbesichtigungen. Der Hauptmarkt liegt dann am Anfang der Route. Am Nachmittag eignet sich das Museum als fester Programmpunkt zwischen Altstadt und Kazimierz, sofern das Einlassfenster nicht zu spät angesetzt wird.
Freitag bis Sonntag gibt es mit der Öffnung bis 20:00 Uhr mehr Spielraum. Dieser Spielraum sollte nicht mit einer Empfehlung für einen späten Eintritt verwechselt werden. Der Rundgang verlangt Aufmerksamkeit. Ein Start kurz vor der Einlassgrenze reduziert die nutzbare Zeit und verschiebt den Besuch in den Abend.
Der Dienstag hat die knappste Öffnungsphase. Wer den kostenlosen Eintritt nutzen will, sollte den Besuch nicht als Lückenfüller zwischen zwei anderen Terminen behandeln. Kasse, Ticketabholung und Rundgang brauchen ein eigenes Zeitfenster.
So ordnen Sie das Rynek Underground in Ihre Krakau-Route ein
Das Museum liegt an einem der dichtesten Sehenswürdigkeiten-Knotenpunkte der Stadt. Tuchhallen, Marienkirche, Hauptmarkt und der Beginn des Königswegs liegen in unmittelbarer Umgebung. Dadurch entstehen kurze Wege, aber auch ein hohes Risiko für zu eng geplante Zeitblöcke.
Ein sinnvoller Tagesplan trennt drei unterschiedliche Besuchsarten:
- Außenbesichtigung: Hauptmarkt, Tuchhallen und Fassaden lassen sich flexibel einschieben.
- Museum mit Einlass: Das Rynek Underground benötigt ein festes Zeitfenster.
- Stadtweg: Der Weg zur Wawel-Anlage, nach Kazimierz oder zur Weichsel braucht eine eigene Zeitreserve.
Diese Trennung verhindert einen typischen Planungsfehler: mehrere Ziele mit derselben Zeitspanne zu versehen. Ein Rundgang durch den Hauptmarkt ist nicht gleichwertig mit einem 90-minütigen Museum. Die Wege sind kurz, die Nutzungsdauer der Orte aber unterschiedlich.
Kombination mit Wawel und Königsweg
Wer den Königsweg in Richtung Wawel-Schloss gehen will, kann das Rynek Underground als frühen oder mittleren Programmpunkt setzen. Vom Hauptmarkt aus lässt sich die Route zu Fuß fortsetzen. Die Entscheidung hängt vom gewünschten Innenprogramm ab.
Bei einem Besuch des Wawel-Schlosses mit mehreren Innenbereichen sollten Sie das Rynek Underground nicht zwischen zwei knapp angesetzten Eintrittszeiten legen. Beide Ziele arbeiten mit festen oder begrenzten Zeitfenstern. Ein Spaziergang über den Königsweg bietet dagegen mehr Flexibilität.
Kombination mit Kazimierz und der Schindler-Fabrik
Kazimierz und die Schindler-Fabrik liegen nicht direkt am Hauptmarkt. Der Wechsel zwischen diesen Bereichen benötigt zusätzliche Wege und gegebenenfalls öffentliche Verkehrsmittel. Das Rynek Underground eignet sich daher besser als erster Altstadtblock, bevor Sie den Standort wechseln.
Ein Wechsel nach dem Museum ist logisch, wenn Sie die Altstadt konzentriert besuchen und danach das jüdische Viertel erkunden wollen. Die Weichsel kann als Verbindung zwischen den Stadtbereichen dienen, ersetzt aber keine belastbare Transferzeit.
Für einen effizienten Tag gilt:
- Rynek Underground und Tuchhallen in einen gemeinsamen Altstadtblock legen.
- Wawel als Fortsetzung des Königswegs behandeln.
- Kazimierz und Schindler-Fabrik als eigenen Stadtbereich planen.
- Die Weichsel nicht als reine Abkürzung kalkulieren, sondern als zusätzlichen Wegabschnitt.
Was Sie vor dem Besuch konkret vorbereiten sollten
Die Vorbereitung für das Rynek Underground ist kurz, aber sie muss die richtigen Punkte abdecken. Der größte Fehler liegt nicht in fehlendem Hintergrundwissen, sondern in einer falschen Reihenfolge.
Drei Zeitfenster reichen
Planen Sie den Besuch in drei Blöcken:
1. Ankunft und Ticket: etwa 10 bis 15 Minuten Reserve für Orientierung und Kasse.
2. Ausstellung: etwa 90 Minuten für den vollständigen Rundgang.
3. Anschlussprogramm: mindestens ein eigener Block für den nächsten Weg oder die nächste Sehenswürdigkeit.
Die erste Reserve ist keine Museumsdauer. Sie schützt vor der getrennten Lage von Kasse und Eingang. Der zweite Block entspricht der empfohlenen Besichtigungszeit. Der dritte verhindert, dass die nächste Buchung direkt an das Ende des Rundgangs anschließt.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Lage: Rynek Główny 1, unter dem Krakauer Hauptmarkt
- Tiefe: etwa vier Meter unter der Oberfläche
- Ausstellungsfläche: mehr als 4.000 Quadratmeter
- Eröffnung: 24. September 2010
- Beginn der umfassenden Ausgrabungen: 2005
- Empfohlene Dauer: etwa 90 Minuten
- Letzter Einlass: 75 Minuten vor Schließung
- Regulärer Eintritt: 45 PLN für Erwachsene
- Ermäßigter Eintritt: 35 PLN
- Familienticket: 90 PLN für maximal vier Personen
- Führungsgebühr: zusätzlich 350 PLN pro Gruppe
- Dienstag: kostenlos, Tickets nur am selben Tag an der Kasse
- Zweiter Montag im Monat: geschlossen
Die Angaben bilden die Grundlage für die Tagesplanung. Sonderöffnungszeiten an einzelnen Feiertagen können davon abweichen. Für einen konkreten Reisetag gehört daher die tagesaktuelle Kontrolle der Museumszeiten zur letzten Vorbereitung.
Das Rynek Underground ist kein Museum für eine freie halbe Stunde. Rechnen Sie mit 90 Minuten Rundgang, 10 bis 15 Minuten Reserve vor dem Eintritt und einem separaten Anschlussprogramm.
Fazit: Der beste Plan für das Rynek Underground in Krakau
Die effizienteste Variante sieht so aus: Sie kommen mit einem klaren Zeitfenster zum Hauptmarkt, klären zuerst die Ticketfrage an der Westseite der Tuchhallen und gehen anschließend zum Eingang auf der Marienkirchen-Seite. Für die Ausstellung reservieren Sie 90 Minuten. Danach folgen Tuchhallen, Marienkirche, Königsweg oder ein Transfer nach Kazimierz.
Der reguläre Eintritt kostet 45 PLN für Erwachsene. Der Dienstag senkt den Kostenpunkt auf null, verlangt aber den Ticketkauf am selben Tag an der Museumskasse und bietet mit 10:00 bis 15:00 Uhr das engste Öffnungsfenster. Für Gruppen ist die zusätzliche Führungsgebühr von 350 PLN eine eigene Budgetposition.
Wer diese Punkte in der richtigen Reihenfolge plant, braucht vor Ort keine langen Suchwege. Das Museum liefert dann genau das, was der Hauptmarkt von Krakau oberirdisch nicht zeigen kann: die archäologischen Schichten, die Handelsstruktur und die mittelalterliche Stadt unter dem heutigen Platz.